Wissen rund um die Mehrwegpflicht

February 1, 2023

Seit dem 01.01.2023 sind Gastronom:innen dazu verpflichtet, fĂŒr ihre Speisen und GetrĂ€nke zum Mitnehmen neben der Einwegverpackung auch eine Mehrwegverpackung als Alternative anzubieten. Das im Mai 2021 beschlossene neue Verpackungsgesetz und die dadurch entstandene Mehrwegpflicht soll die Nutzung von Einwegplastik reduzieren. Die Mehrwegalternativen dĂŒrfen dabei nicht teurer als Einwegverpackungen sein. Wenn ein Restaurant also Mehrwegverpackungen zum Kauf von 5 Euro anbietet und eine Einwegverpackung 20 Cent kostet, wĂ€re das demnach nicht zulĂ€ssig. Ein Pfand oder ein pfandloses System (wie Vytal ;)) wĂ€re allerdings eine praktische und vor allem sinnvolle Alternative.

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Wer ist von der Mehrwegpflicht betroffen?

Restaurants, Bistros, CafĂ©s und Lieferdienste, die Take-Away-Essen oder To-Go-GetrĂ€nke verkaufen, sind verpflichtet, ihre Produkte auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Von der Pflicht ausgenommen sind kleinere LĂ€den (Imbisse, SpĂ€tkauf-LĂ€den und Kioske), in denen insgesamt fĂŒnf BeschĂ€ftigte oder weniger arbeiten und die eine LadenflĂ€che mit weniger als 80 Quadratmetern haben. Aber auch diese Betriebe mĂŒssen es ihren Kund:innen ermöglichen, eigene mitgebrachte MehrwegbehĂ€ltnisse dort fĂŒllen zu lassen. Gastronomie-Ketten (wie etwa Backwerk, Subway etc.) sind von der Ausnahme fĂŒr kleine Unternehmen ausgeschlossen, da im gesamten Unternehmen mehr als fĂŒnf BeschĂ€ftigte arbeiten.

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Welche Produkte sind von der Mehrwegpflicht betroffen?

Von der Mehrwegpflicht sind nur Verpackungen aus Kunststoff (z.B. Plastik, Styropor) oder Verpackungen, die mit Kunststoff beschichtet sind, betroffen. Diese mĂŒssen durch Mehrwegverpackungen ersetzt werden. FĂŒr Verpackungen aus Karton (z.B. fĂŒr Pizza) sowie Einweg-Aluminium gilt das aber nicht. Somit kann es sein, dass du deine Pizza weiterhin in Kartons und nicht in unseren Pizzycles geliefert bekommst. Restaurants, die unsere Vytals nutzen, ist selbst ĂŒberlassen, welche Verpackungen sie damit ersetzen.

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Muss man ausschließlich auf Mehrweg umsteigen?

Mehrweg ist nur als Alternative zu Einweg gedacht, Restaurants können also weiterhin Einwegverpackungen anbieten, mĂŒssen aber auch Mehrweg als Alternative vor Ort haben.

Der Umstieg auf ausschließlich Mehrweg lohnt sich allerdings fĂŒr Gastronom:innen, denn: Seit dem 1. Juli 2022 mĂŒssen sich alle Gastronom:innen beim Verpackungsregister Lucid anmelden. Die Anmeldung ist verpflichtend, unabhĂ€ngig davon, ob man eine SystembeteilungsgebĂŒhr zahlen muss oder nicht. Sollten Speisen und GetrĂ€nke ausschließlich in Vytal-/MehrwegbehĂ€ltern ausgegeben werden, dann reicht die Registrierung. Wenn jedoch auch Einwegverpackungen befĂŒllt werden,  muss ein Systembeteiligungsvertrag abgeschlossen und eine GebĂŒhr bezahlt werden, die als Beteiligungsentgelte fĂŒr die Entsorgung und das Recycling dieser Verpackungen genutzt wird.  Dieses Schaubild verdeutlicht das einmal.

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Welche Konsequenzen drohen, wenn man sich nicht an die Mehrwegpflicht hÀlt?

HĂ€lt ein:e Gastrom:in sich nicht an das Verpackungsgesetz, stellt dies einen Wettbewerbsvorteil gegenĂŒber den Konkurrent:innen des gleichen Marktes dar, denn Einwegverpackungen werden hĂ€ufig gĂŒnstiger angeboten. Um einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, wird deswegen klar auf die Einhaltung des Mehrweggesetzes geachtet und VerstĂ¶ĂŸe sowohl verwaltungs- als auch zivilrechtlich verfolgt und laut § 36 VerpackG mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 100.000 Euro bestraft. Die Behörde der entsprechenden BundeslĂ€nder ist dafĂŒr zustĂ€ndig zu prĂŒfen, ob das Mehrweggesetz von den Gastronom:innen eingehalten wird.

Sollte ein Restaurant also noch keine Mehrwegalternative anbieten, kannst du ihnen gerne unser System empfehlen. Unser “Liebesbrief” ist immer ein guter Start, um auf uns aufmerksam zu machen. 

Doch egal fĂŒr welches Mehrwegsystem sich dein Lieblingsrestaurant entscheidet: Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und in eine bessere Zukunft!

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